Lebensmittelproduzenten und Inverkehrbringer sehen sich mit hohen Anforderungen der Verbraucher und der Gesetzgebung an die Sicherheit und hygienische Unbedenklichkeit ihrer Produkte konfrontiert. Als Ergänzung zu Hygiene-Präventivprogrammen im Betrieb (Personalhygiene, Schädlingsbekämpfung, Reinigungskonzepte sowie räumliche, technische und organisatorische Voraussetzungen) ist das Hazard Analysis and Critical Control Points (HACCP) ein Managementsystem, das auf prozessbezogener Gefahrenanalyse basiert. Ursprünglich wurde dieses System entwickelt, um eine Produktion von sicheren Lebensmitteln für die bemannte Raumfahrt zu gewährleisten. Die Vorgehensweise von HACCP ist im Codex Alimentarius der FAO und WHO beschrieben und im Artikel 5 der Verordnung (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene gesetzlich festgehalten. Sie findet sich auch im International Featured Standard IFS Food, im Globalen Standard für die Lebensmittelsicherheit BRC Food sowie in der DIN EN ISO 22000.

In dem HACCP-System werden alle Prozesse im Betrieb, die den Umgang mit Lebensmitteln beinhalten, auf ihr Gefahrenpotenzial für die Lebensmittelsicherheit analysiert. Alle identifizierten kritischen Schritte im Prozess werden bewertet und Maßnahmen zur Gefahrenbeherrschung sowie zur Risikominimierung in einem Gefahrenabwehrplan umgesetzt. senetics ist dabei Ihr kompetenter Partner in der Umsetzung eines HACCP‑Systems für Lebensmittel.

WER BRAUCHT HACCP?

Nach Artikel 5 der Verordnung (EG) Nr. 852/2004 über Lebensmittelhygiene ist jeder Lebensmittelunternehmer zur Einrichtung, Durchführung und Aufrechterhaltung eines HACCP‑Eigenkontrollsystems verpflichtet. Die Umsetzung und Dokumentation wird von den Lebensmittelkontrollbehörden überwacht. Als Lebensmittelunternehmer gelten alle Betriebe, die Lebensmittel herstellen, verarbeiten, lagern oder vertreiben. Somit benötigen beispielsweise Bäckereien, Metzgereien, Imbisse, Eisdielen aber auch Gemeinschaftsverpflegungen sowie der Lebensmitteleinzelhandel ein HACCP‑System.

HACCP wird auch in zertifizierbaren Lebensmittelstandards wie dem IFS Food und dem BRC Food als System zur Verbesserung der Lebensmittelsicherheit und Lebensmittelhygiene eingesetzt. Eine Zertifizierung ist für Lebensmittelbetriebe grundsätzlich nicht vorgeschrieben, wird aber gefordert sobald ein Lebensmittelhersteller an den deutschen Lebensmitteleinzelhandel liefern möchte. Auch die Konformität mit der DIN EN ISO 22000 ist ein weltweit anerkannter und weitverbreiteter Nachweis für das Vorhandensein eines funktionierenden Managementsystems für die Lebensmittelsicherheit. Auch diese Norm fordert den Nachweis eines HACCP-Systems, sie ist allerdings nicht von der GFSI als ausreichender Standard für die Lebensmittelsicherheit anerkannt. Die Anerkennung kann jedoch durch eine Erweiterung auf die FSSC 22000 erreicht werden.

Kurz: HACCP ist ein Werkzeug zur Gefahrenanalyse und -vermeidung im Umgang mit Lebensmitteln, das in jedem Lebensmittelbetrieb hilfreich und in den meisten nach Artikel 5 der EU Verordnung Nr. 852/2004 gesetzlich vorgeschrieben ist!

Mit senetics sind Sie auf der sicheren Seite.

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