Aufbereitung von Medizinprodukten – Widerstandsfähigkeit und Sterilisierbarkeit chirurgischer Instrumente

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Die Wiederaufbereitung von medizinischen Instrumenten ist heutzutage eine übliche Praxis. Jedoch unterliegt dieser Aufbereitung hohen Anforderungen. Die in Deutschland wichtigsten Normen hierfür sind die DIN EN ISO 15883 und die DIN ISO 17665. Erstere regelt den Einsatz, die Validierung und verschiedene Prüfverfahren von Reinigungs- und Desinfektionsgeräten zur Säuberung und Desinfektion. Letztere legt die Anforderungen an die Sterilisation von Produkten für die Gesundheitsfürsorge mittels feuchter Hitze fest.

Im Rahmen einer Forschungsarbeit im BioLabs der senetics healthcare group GmbH und Co. KG wurden die Auswirkungen verschiedener Agentien bei der Aufbereitung auf chirurgischen Instrumenten untersucht. Dabei wurde besonders auf eine Änderung der Beschaffenheit der Oberfläche, eine Beeinträchtigung der Funktionalität und auf eine mögliche Korrosion geachtet. Hierfür wurden medizinische Bestecke mittels eines Ultraschallbades gereinigt und anschließend desinfiziert (manuelle Wiederaufbereitung). Nach 10, 15 und 20 Aufbereitungszyklen wurden die medizinischen Instrumente auf ihre Beschaffenheit untersucht. Ebenso wurden die Produkte auf ihre Sterilisierbarkeit im Anschluss an die Wiederaufbereitung getestet. Hierfür wurde das medizinische Besteck durch einen Autoklaven mittels Dampfsterilisation behandelt. Mit zunehmenden Aufbereitungszyklen nahm die Funktionalität der  meisten medizinischen Instrumente ab. Die Spitze von Kanülen verformte sich, der Facettenschliff ging teilweise verloren und die Oberflächenbeschichtung löste sich auf. Ferner nahm mit steigender Zyklenzahl die Schärfe von Skalpellen ab und es bildeten sich Korrosionsflecken (Abb. 1). Der Gelenkbereich von Scheren wurde stark abgerieben, was zu einer eingeschränkten Funktionalität führte und die Klingen bekamen Scharten. Die Sterilisierbarkeit blieb bei allen Produkten über die Aufbereitungszyklen hinweg konstant.

Eine korrekte Wiederaufbereitung von medizinischen Instrumenten beugt einer Infektion von Patienten z. B. mit Krankheitserregern vor. Es werden jedoch definierte und spezifische Anforderungen an den Wiederaufbereitungsprozess gestellt. Sie suchen ein Prüflabor, welches Ihre Spezifikationen und Anforderungen an chirurgische Instrumente hinsichtlich (manueller und maschineller) Reinigung, Desinfektion und Sterilisation validiert oder UDI-Beständigkeit überprüft? Dann sind Sie bei uns an der richtigen Stelle! Wir helfen Ihnen gerne dabei. Die Testungen werden von qualifiziertem Personal in einem  zertifizierten Prüflabor durchgeführt.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Übersicht der Aufbereitungszyklen von links oben nach rechts unten in folgender Reihenfolge: Zyklus 0, Zyklus 5, Zyklus 10, Zyklus 15 und Zyklus 20.